+++ 12. Geländefahrtraining in Horstwalde – ein Ausbildungstag von Sonnenaufgang bis Feierabend +++
Wenn am frühen Morgen noch der Mond über Teltow-Fläming steht und sich der Fachbereich Bildung bereits auf den Weg macht, dann kann das eigentlich nur eines bedeuten: Es ist wieder Geländefahrtraining in Horstwalde.
Am 26. September fand auf dem Gelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Horstwalde unser mittlerweile 12. Geländefahrtraining statt. Dieses Mal durften wir insbesondere Maschinisten und Fahrzeuge der Feuerwehren der Gemeinde Nuthe-Urstromtal begrüßen.
Doch für den Fachbereich Bildung begann dieser Ausbildungstag schon einige Stunden früher.
Um 6 Uhr beginnt ein langer Ausbildungstag
Während vielerorts der Samstagmorgen gerade erst begann, setzte sich der Fachbereich Bildung gegen 6:00 Uhr in Bewegung.
Belohnt wurden wir zunächst mit einem wunderschönen, hellen Mond am Morgenhimmel. Der erste Weg führte uns nach Dabendorf, denn bevor später Fahrzeuge durch Sand, Steigungen und anspruchsvolle Geländepassagen bewegt werden konnten, musste natürlich auch für die Verpflegung gesorgt sein.
An dieser Stelle möchten wir deshalb einmal ganz bewusst Danke an die Kantine Wosch in Dabendorf sagen. Seit Jahren begleitet sie unsere Geländefahrtrainings und sorgt zuverlässig dafür, dass unsere Teilnehmer und Trainer gut in den Ausbildungstag starten können.
Diese langjährige und unkomplizierte Zusammenarbeit ist alles andere als selbstverständlich – und ein wichtiger Baustein unserer Trainings.
Mit dem Frühstück im Gepäck ging es weiter in Richtung Horstwalde. Der Mond wich langsam dem Sonnenaufgang und in Mückendorf gab es sogar noch ein kleines tierisches Empfangskomitee: Eine neugierige Kuhherde beobachtete unseren Weg zum Trainingsgelände.
Manchmal sind es genau diese kleinen Momente, die zu einem solchen Ausbildungstag dazugehören.
Dieses Mal: Nuthe-Urstromtal zu Gast in Horstwalde
Auf diesen Trainingstag hatten wir uns besonders gefreut, denn dieses Mal waren die Feuerwehren aus der Gemeinde Nuthe-Urstromtal an der Reihe.
Mit ihren Fahrzeugen nahmen die Löschgruppen
Gottow
Dobbrikow
Schönefeld
Hennickendorf
am Geländefahrtraining teil.
Ergänzt wurde die Gruppe durch ein Fahrzeug der Feuerwehr Luckenwalde sowie ein ATV aus Trebbin.
Damit kamen erneut unterschiedliche Fahrzeuge, technische Voraussetzungen und Erfahrungen zusammen. Und genau das macht den besonderen Reiz des Geländefahrtrainings aus.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht: Was kann ein Fahrzeug theoretisch?
Viel wichtiger ist:
Was kann mein Fahrzeug – und wie beherrsche ich es sicher, wenn die befestigte Straße endet?
Langsam zeigen, was in den Fahrzeugen steckt
Sand, Steigungen, Gefälle und verschiedene anspruchsvolle Geländepassagen warteten auf die Teilnehmer.
Doch wer das Geländefahrtraining bereits kennt, weiß: Hier geht es nicht um Geschwindigkeit und schon gar nicht darum, spektakulär durch das Gelände zu fahren.
Im Mittelpunkt stehen Fahrzeugbeherrschung, Erfahrung und Sicherheit.
Wie reagiert mein Fahrzeug auf losem Untergrund? Welche Linie wähle ich? Wann benötige ich welche technischen Möglichkeiten? Wie verändert sich das Fahrverhalten an einer Steigung oder im Gefälle? Und wo liegen die Grenzen von Mensch und Maschine?
Unsere Trainer Thomas Mühlner, Benny Zahl, Michael Panitz und Sven Schulze begleiteten die Maschinisten dabei wieder mit ihrer gewohnt ruhigen, gewissenhaften und erfahrenen Art.
Statt „Augen zu und durch“ heißt es in Horstwalde:
anschauen, einschätzen, erklären, ausprobieren und Erfahrungen sammeln.
Die Maschinisten bekommen die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge langsam an unterschiedliche Situationen heranzuführen und dabei ein Gefühl dafür zu entwickeln, was technisch möglich ist – und wann eben auch einmal Schluss ist.
Denn genau diese Erfahrungen möchten wir lieber hier unter kontrollierten Ausbildungsbedingungen sammeln als später zum ersten Mal in einer Einsatzsituation.
Ausbildung bedeutet für uns mehr als einen Parcours zu durchfahren
Für den Fachbereich Bildung des Kreisfeuerwehrverbandes Teltow-Fläming steckt hinter dem Geländefahrtraining inzwischen weit mehr als ein einzelner Ausbildungstag.
Es geht um die Frage, wie wir Ausbildung gestalten wollen.
Wir möchten Räume schaffen, in denen Feuerwehrangehörige ausprobieren dürfen. In denen Fehler nicht peinlich sind, sondern besprochen werden. In denen Erfahrungen weitergegeben werden und in denen auch organisations- und kommunalübergreifend voneinander gelernt werden kann.
Gute Ausbildung muss nicht laut sein.
Manchmal bedeutet gute Ausbildung gerade, einen Schritt zurückzugehen, eine Situation gemeinsam anzuschauen und anschließend mit etwas mehr Wissen und Sicherheit einen neuen Versuch zu starten.
Genau diese Haltung prägt das Geländefahrtraining seit seinen Anfängen.
Dass dieses Konzept funktioniert, erleben wir inzwischen Training für Training.
Ein Training endet nicht mit dem letzten Fahrzeug
Als am Nachmittag die letzten Ausbildungsabschnitte beendet waren und die Fahrzeuge das Gelände verließen, war der Tag für das Organisationsteam noch nicht vorbei.
Was morgens vorbereitet wurde, musste nun wieder zurückgebaut, aufgeräumt und verstaut werden.
Und auch danach hieß es noch nicht sofort: Feierabend.
Gemeinsam mit unseren Trainern und Björn von der BAM wurde das 12. Geländefahrtraining ausgewertet.
Was hat gut funktioniert? Wo können wir Abläufe weiter verbessern? Welche Erfahrungen nehmen wir aus diesem Training mit? Und was können wir beim nächsten Mal vielleicht noch besser machen?
Diese gemeinsame Reflexion gehört für uns genauso zur Ausbildung wie die praktische Arbeit im Gelände.
Denn auch ein erfolgreiches Ausbildungskonzept darf niemals stehen bleiben.
Wer andere ausbildet, muss selbst bereit sein, weiterzulernen.
Gegen 18:30 Uhr: Richtung Heimat
Erst gegen 18:30 Uhr hieß es schließlich auch für den Fachbereich Bildung und das Trainerteam: Sachen zusammenpacken und Richtung Heimat.
Hinter uns lagen mehr als zwölf Stunden Organisation, Ausbildung, Gespräche, gemeinsames Lernen und natürlich jede Menge Gelände.
Vom hellen Mond am frühen Morgen über den Sonnenaufgang auf dem Weg nach Horstwalde bis zum gemeinsamen Aufräumen und Auswerten am Abend war es ein langer Tag.
Aber eben auch einer dieser Tage, an denen man auf der Heimfahrt weiß, warum sich dieser Aufwand lohnt.
Denn am Ende geht es beim Geländefahrtraining nicht darum, wie steil eine Steigung war oder wie tief der Sand gewesen ist.
Es geht darum, dass Maschinisten ihre Fahrzeuge besser kennenlernen.
Dass sie Sicherheit gewinnen.
Dass Erfahrungen entstehen, auf die sie im Einsatz zurückgreifen können.
Und dass wir gemeinsam daran arbeiten, Feuerwehrangehörigen eine praxisnahe, moderne und hochwertige Ausbildung anzubieten.
Danke für diesen Ausbildungstag!
Unser Dank gilt den teilnehmenden Feuerwehren und allen Maschinisten, die sich auf die Herausforderungen eingelassen und den Ausbildungstag mit Leben gefüllt haben.
Ein besonderes Dankeschön geht an unsere Trainer Thomas Mühlner, Benny Zahl, Michael Panitz und Sven Schulze, die ihr Wissen, ihre Erfahrung und vor allem ihre Zeit in dieses Ausbildungsangebot investieren.
Ebenso danken wir Björn und der BAM in Horstwalde für die Zusammenarbeit und die besonderen Möglichkeiten, die uns dieses Gelände für eine realitätsnahe Ausbildung bietet.
Und nicht zuletzt: Danke an die Kantine Wosch in Dabendorf, die uns seit Jahren zuverlässig begleitet und auch dieses Mal dafür gesorgt hat, dass der Ausbildungstag gut gestärkt beginnen konnte.
Nach unserem mittlerweile 12. Geländefahrtraining bleibt für den Fachbereich Bildung deshalb eine Überzeugung:
Ausbildung muss praxisnah sein.
Ausbildung darf herausfordern.
Ausbildung braucht Menschen, die Erfahrungen weitergeben.
Und gute Ausbildung entsteht dort, wo wir gemeinsam bereit sind, immer wieder dazuzulernen.
Das 12. Geländefahrtraining ist geschafft.
Und nach einem langen Tag zwischen Mondschein, Sonnenaufgang, Sand und Feuerwehrfahrzeugen freuen wir uns schon jetzt darauf, wenn es in Horstwalde wieder heißt: Allrad rein – und gemeinsam lernen.
Fotoserien
12. Geländefahrtraining (SA, 26. September 2026)
Urheberrecht:













Theorieteil
Ankommen
ATV Ausbildung
Steigungsbahnen
Wasserabgabe
Tatra im Sonnenlicht
Ausbildung am Fahrzeug
Am Limit!
Lockersand
Wenden im Lockersand
Im Wald
da ist nicht mehr viel Platz
Abschied










