+++ 11. Geländefahrtraining in Horstwalde – Ausbildung unter realistischen Bedingungen +++
Sand, Steigungen, anspruchsvolle Fahrpassagen und jede Menge praktische Erfahrungen: Beim mittlerweile 11. Geländefahrtraining in Horstwalde nutzten die Feuerwehren der Stadt Ludwigsfelde die besonderen Möglichkeiten auf dem Gelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Auch zwei Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks fanden kurzfristig den Weg nach Horstwalde und nutzten den Ausbildungstag zur Hospitation und zum fachlichen Austausch.
Am 5. September 2026 stand auf dem Gelände der BAM in Horstwalde wieder die sichere Beherrschung von Einsatzfahrzeugen abseits befestigter Straßen im Mittelpunkt. Das Geländefahrtraining bietet den teilnehmenden Maschinistinnen und Maschinisten die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge unter Bedingungen kennenzulernen, die im normalen Ausbildungsdienst nur schwer dargestellt werden können.
Für die Feuerwehren der Stadt Ludwigsfelde bot der Ausbildungstag ideale Bedingungen, um Erfahrungen zu sammeln, Grenzen kennenzulernen und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Mit Fahrzeugen und Teilnehmenden vertreten waren die Freiwilligen Feuerwehren Kerzendorf, Ahrensdorf, Löwenbruch, Gröben und Wietstock.
Fahrzeugbeherrschung statt Geschwindigkeit
Beim Geländefahrtraining geht es nicht darum, möglichst schnell durch schwieriges Gelände zu kommen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die sichere Fahrzeugbeherrschung, das richtige Einschätzen des Untergrundes sowie ein bewusster und materialschonender Umgang mit den Einsatzfahrzeugen.
Auf unterschiedlichen Geländepassagen konnten die Teilnehmenden erleben, wie sich ihre Fahrzeuge auf losem Untergrund, bei Steigungen und Gefälle sowie in anspruchsvollen Fahrsituationen verhalten.
Dabei spielt auch die Einschätzung der eigenen Grenzen eine wichtige Rolle. Gerade Einsatzlagen bei Wald- und Vegetationsbränden, Unwetterereignissen oder in schwer zugänglichem Gelände können dazu führen, dass Einsatzfahrzeuge befestigte Straßen und Wege verlassen müssen. Wer sein Fahrzeug und dessen Möglichkeiten bereits aus der Ausbildung kennt, kann in solchen Situationen sicherer und überlegter handeln.
Kurzfristiger Besuch vom THW
Eine besondere Bereicherung des Ausbildungstages ergab sich kurzfristig: Zwei Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks (THW) fanden ebenfalls den Weg nach Horstwalde.
Die Ausbildungsverantwortlichen nutzten die Gelegenheit, das Ausbildungskonzept kennenzulernen und bei unserem Geländefahrtraining zu hospitieren. Gerne haben wir unsere Gäste aufgenommen und die Möglichkeit zum gemeinsamen fachlichen Austausch genutzt.
Der Blick über die eigenen Organisationsgrenzen hinaus ist für uns ein wichtiger Bestandteil moderner Ausbildung. Feuerwehr und THW stehen bei größeren Einsatzlagen immer wieder gemeinsam vor besonderen Herausforderungen. Umso wertvoller ist es, bereits in der Ausbildung voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Erfahrenes Trainerteam begleitet durch den Tag
Begleitet wurde das 11. Geländefahrtraining durch unsere Trainer Thomas, Benny, Daniel und Martin.
Mit viel Erfahrung, Ruhe und dem richtigen Blick für Mensch und Maschine führten sie die Teilnehmenden durch die verschiedenen Ausbildungsabschnitte. Dabei standen nicht nur die praktischen Übungen im Mittelpunkt. Ebenso wichtig waren die gemeinsame Auswertung, Hinweise zur richtigen Fahrweise und der Erfahrungsaustausch zwischen Trainern und Teilnehmenden.
Denn genau davon lebt das Geländefahrtraining: ausprobieren, Erfahrungen sammeln, gemeinsam auswerten und beim nächsten Versuch das Gelernte direkt umsetzen.
Ein starkes Miteinander für eine praxisnahe Ausbildung
Ein solcher Ausbildungstag ist nur möglich, wenn viele Beteiligte gemeinsam an einem Strang ziehen.
Ein besonderer Dank gilt deshalb der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) für die Möglichkeit, das besondere Gelände in Horstwalde für diese praxisnahe Ausbildung nutzen zu können.
Ebenso bedanken wir uns bei unserem Trainerteam für das große Engagement und die investierte Zeit.
Unser größtes Dankeschön geht jedoch an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 11. Geländefahrtrainings. Sie haben sich auf die Herausforderungen eingelassen, Fragen gestellt, Erfahrungen ausgetauscht und mit viel Motivation den gesamten Ausbildungstag gestaltet.
Das zeigt einmal mehr, was gute Ausbildung ausmacht: Sie muss praxisnah sein, sie darf herausfordern und sie lebt vom gemeinsamen Lernen.
Das Geländefahrtraining entwickelt sich weiter
Mit dem 11. Geländefahrtraining ist ein weiterer erfolgreicher Ausbildungstag in Horstwalde zu Ende gegangen. Gleichzeitig ist für uns klar, dass die Entwicklung dieses besonderen Ausbildungsangebotes weitergeht.
Die Erfahrungen aus jedem Training, der Austausch mit den teilnehmenden Feuerwehren und das Interesse anderer Organisationen geben uns immer wieder neue Impulse.
Unser Ziel bleibt dabei unverändert: Maschinistinnen und Maschinisten bestmöglich auf Situationen vorzubereiten, in denen sie ihre Einsatzfahrzeuge auch unter schwierigen Bedingungen sicher beherrschen müssen.
Denn am Ende zählt nicht, wie spektakulär eine Geländepassage aussieht.
Entscheidend ist, dass aus einer besonderen Ausbildungserfahrung Handlungssicherheit für den Einsatz entsteht.
Wir freuen uns schon auf das nächste Geländefahrtraining in Horstwalde!










