+++ Fachbereich Bildung startet mit Online-Seminar zur Motivation in der Jugendfeuerwehr +++
Wie gelingt es, Jugendliche langfristig für die Jugendfeuerwehr zu begeistern? Mit dieser Frage ist der Fachbereich Bildung der Kreisjugendfeuerwehr Teltow-Fläming nach der Sommerpause wieder in seine Online-Seminarreihe gestartet. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Generation Z und Generation Alpha – und die Frage, was Motivation für junge Menschen heute ausmacht.
Nach der Sommerpause heißt es beim Fachbereich Bildung wieder: gemeinsam lernen, Erfahrungen austauschen und neue Impulse für die Feuerwehrarbeit mitnehmen.
Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmenden des Online-Seminars „Motivation – Jugendliche in der Jugendfeuerwehr halten“ mit einem Thema, das für die Zukunft unserer Feuerwehren von großer Bedeutung ist.
Denn Nachwuchs zu gewinnen ist das eine. Junge Menschen über viele Jahre zu begeistern, ihnen Verantwortung zu übertragen und sie schließlich beim Übergang in die Einsatzabteilung zu begleiten, ist eine mindestens ebenso wichtige Aufgabe.
Gen Z und Gen Alpha: Was verändert sich?
Ein Schwerpunkt des Abends lag auf den Lebenswelten der Generation Z und Generation Alpha.
Wie beeinflusst eine zunehmend digitale Lebenswelt die Erwartungen junger Menschen? Welche Bedeutung haben Sinn, Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit? Und warum spielen Gemeinschaft, Zugehörigkeit und persönliche Beziehungen eine so wichtige Rolle?
Dabei wurde auch mit einem verbreiteten Vorurteil aufgeräumt: Junge Menschen sind nicht grundsätzlich schwieriger zu motivieren.
Motivation entsteht heute teilweise unter anderen Bedingungen.
Jugendfeuerwehr muss deshalb nicht jedem Trend hinterherlaufen und Feuerwehr muss auch nicht vollständig neu erfunden werden. Vielmehr kommt es darauf an, jungen Menschen zu vermitteln, warum wir etwas tun, sie an Entscheidungen zu beteiligen, ihnen etwas zuzutrauen und ihnen echte Verantwortung zu übertragen.
Jugendliche sollen in der Jugendfeuerwehr erleben können:
Ich kann etwas. Ich werde gebraucht. Meine Meinung zählt. Ich gehöre dazu.
Eigentlich bringt Feuerwehr schon unglaublich viel mit
Gerade darin liegt eine große Chance für unsere Jugendfeuerwehren. Denn Feuerwehr bietet bereits vieles von dem, was junge Menschen motivieren kann: Gemeinschaft, Sinn, Verantwortung, Herausforderungen, persönliche Entwicklung, echte Erlebnisse und die Möglichkeit, selbst etwas zu bewirken.
Entscheidend ist, wie wir diese Stärken in unserer Jugendarbeit erlebbar machen.
Deshalb ging es im Seminar nicht nur um Generationenmodelle und theoretische Grundlagen. Im Mittelpunkt standen ebenso konkrete Ansätze für die Praxis: Beteiligungsmöglichkeiten schaffen, Selbstwirksamkeit fördern, Verantwortung übertragen, Ausbildung abwechslungsreich und erlebnisorientiert gestalten, Erfolge sichtbar machen und eine Kultur der Wertschätzung entwickeln.
Dabei wurde auch eine durchaus unbequeme Frage gestellt:
Müssen sich eigentlich die Jugendlichen verändern – oder müssen sich vielleicht auch unsere Ausbildung, unsere Führung und unsere Feuerwehr weiterentwickeln?
Eine zentrale Botschaft des Abends brachte die Diskussion schließlich auf den Punkt:
„Motivation kann man nicht anordnen – aber wir können Bedingungen schaffen, unter denen sie entsteht.“
Austausch ist ein wichtiger Teil unserer Bildungsarbeit
Besonders wertvoll waren auch diesmal die Erfahrungen, Fragen und unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden. Denn gute Bildungsarbeit lebt nicht allein vom Vortrag, sondern vor allem vom gemeinsamen Austausch.
Der Fachbereich Bildung möchte mit seinen Online-Angeboten deshalb keine fertigen Patentrezepte präsentieren. Vielmehr sollen Impulse gesetzt, Erfahrungen geteilt, neue Perspektiven eröffnet und Ideen für die eigene Feuerwehrarbeit entwickelt werden.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für die Offenheit, die aktive Beteiligung und den gelungenen Austausch.
Mit diesem Seminar ist der Fachbereich Bildung des Kreisfeuerwehrverband Teltow-Fläming zurück aus der Sommerpause – und die nächsten Bildungsangebote werden folgen.
Denn Feuerwehr verändert sich. Bildung gestaltet mit.

